Aktuelles 2004

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  IAS Aktuelles 2004  (für Deutschland - ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

 


  IAS/IFRS 2005 Überblick - die geänderten Standards

 

 
9.12.2004 Das IASB hat am 9. Dezember 2004 einen neuen Standard IFRS 6 Exploration for and Evaluation of Mineral Resources veröffentlicht.

Der Standard richtet sich an alle Unternehmen, die sich mit der Sondierung und Auswertung von Bodenschätzen beschäftigen. IFRS 6 bezieht sich auf alle Aufwendungen, die im Rahmen der Sondierung und Auswertung von Bodenschätzen anfallen, wie beispielsweise Akquisition von Schürfrechten, topographische, geologische und ähnliche Studien.

 

 
18.12.204

Am 18. Dezember 2003 hat der „International Accounting Standard Board“ (IASB) 13 überarbeitete „International Accounting Standards“ (IAS) veröffentlicht.

Gleichzeitig gab er die Aufhebung von IAS 15: „Informationen über die Auswirkungen von Preisänderungen“ bekannt. Zweck der Überarbeitung war eine weitere Verbesserung der Qualität und der Konsistenz des Korpus der bereits vorliegenden „International Accounting Standards“.Im Allgemeinen wurden im Rahmen dieses Verbesserungsprojekts Alternativen, Redundanzen und Konflikte innerhalb der Standards verringert oder beseitigt, einige Konvergenzfragen behandelt und Verbesserungen an der Struktur der bestehenden IAS vorgenommen. Darüber hinaus beschloss der IASB, vorliegende Interpretationen in die verbesserten Standards aufzunehmen, um die Transparenz sowie Konsistenz zu erhöhen und die Standards verständlicher zu gestalten.

 

 
27.05.2004

IFRIC 1 veröffentlicht Am 27. Mai 2004 veröffentlicht das International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) die IFRIC Interpretation 1 (Changes in Existing Decommissioning, Restoration and Similar Liabilities). Die Interpretation enthält Leitlinien für die Bilanzierung der Änderungen von Entsorgungs-, Rekultivierungs- und ähnlichen Verpflichtungen, die sowohl nach IAS 16 (Sachanlagen) aktiviert, als auch nach IAS 37 (Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen) passiviert wurden.

 

 
24.05.2004

IASB sucht Mitglieder für Financial Instruments Working Group Wie bereits im März 2004 angekündigt, ruft das IASB eine Financial Instruments Working Group ins Leben. Das mit rund 15 erfahrenen Experten zu besetzende Gremium soll gemeinsam mit dem IASB Grundfragen der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IAS 39 klären. Auch für diese Working Group sucht das IASB mit einer unter http://www.iasb.org verfügbaren Ausschreibung nach künftigen Mitgliedern.
 

 
24.05.2003

Bildung einer Insurance Working Group Nachdem Phase I des Projekts "Insurance Contracts" durch die Veröffentlichung von IFRS 4 abgeschlossen wurde, plant das IASB nun die Bildung einer Insurance Working Group. Rund 15 erfahrene Versicherungsexperten sollen das IASB dabei unterstützen, in Phase II des Projekts konzeptionelle Grundfragen der Bilanzierung von Versicherungsverträgen durch den Versicherer zu klären. Mit einer unter http://www.iasb.org verfügbaren Ausschreibung bittet das IASB um die Nominierung von künftigen Mitgliedern des neuen Gremiums.

 

 
14.05.2004

Trägerverein für die privatrechtlich organisierte Prüfstelle zur Überwachung der Rechnungslegung gegründet Unter Federführung des Bundesjustizministeriums haben am 14. 5. 2004 Vertreter von 15 Berufs- und Interessenvertretungen von Rechnungslegern und Rechnungslegungs-Nutzern in Berlin die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e.V. gegründet. Zweck des Vereins ist die Trägerschaft einer weisungsunabhängigen Prüfstelle zur Prüfung von Verstößen gegen Rechnungslegungsvorschriften, wie sie im Regierungsentwurf des Bilanzkontrollgesetzes (§§ 342b bis 342e HGB-E) vorgesehen ist.
 

Artikel
11.05.2004

Transparenzrichtlinie gebilligt Der Rat der EU-Wirtschafts- und Finanzminister hat am 11. 5. 2004 die von der EU-Kommission vorgeschlagene Transparenzrichtlinie gebilligt. Das EU-Parlament hatte bereits am 30. 3. 2004 für den Vorschlag gestimmt. Nach dem Vorschlag müssten Unternehmen, deren Eigen- oder Fremdkapitaltitel an einem regulierten Markt gehandelt werden, geprüfte Jahresabschlüsse nach IAS/IFRS, die um einen Bericht des Managements zu ergänzen wären, innerhalb von drei Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres veröffentlichen. Zusätzlich wären halbjährlich verdichtete Zwischenberichte nach Maßgabe von IAS 34 „Interim Financial Reporting“ zu erstellen. Aktienemittenten hätten zusätzlich begrenzte Quartalsinformationen zur Verfügung zu stellen.

 

 
10.05.2004

Exposure Draft zu IAS 19 bezüglich der Behandlung von Pensionsaufwand frei verfügbar Ab heute ist der Exposure Draft mit Vorschlägen zur Behandlung von Überschüssen und Defiziten aus Pensionsplänen frei verfügbar. Die Kommentierungsfrist endet am 31. Juli 2004.
 

 
10.05.2004

Exposure Draft zu IFRS 3 (Business Combinations) frei verfügbar Ab heute ist der Exposure Draft für begrenzte Änderungen von IFRS 3 Business (Combinations by Contract Alone or Involving Mutual Entities) frei verfügbar. Der vor kurzem herausgegebene IFRS 3 Business Combinations ist bisher nicht auf Zusammenschlüsse von Mutual Entities und Unternehmenszusammenschlüsse per Vertrag anwendbar. Diese Einschränkung soll zukünftig aufgehoben werden. Mit der geplanten Änderung von IFRS 3 würde eine - von der Neubewertungsmethode abweichende -Übergangslösung für die Bilanzierung derartiger Transaktionen eingeführt. Der Entwurf sieht darüber hinaus vor, dass trotz der nachträglichen Erweiterung des Anwendungsbereichs die in IFRS 3 enthaltenen Regelungen zum Inkrafttreten und zur Anwendung des Standards in der Übergangsphase unverändert bleiben.

Die Kommentierungsfrist endet am 31. Juli 2004.

 

 
6.05.2004

IFRIC Interpretation D 6 Multi-employer Plans veröffentlicht Das International Financial Reporting Committee (IFRIC) hat am 6.Mai 2004 den IFRIC Interpretationsentwurf D 6 Multi-employer Plans veröffentlicht. Gemäß IAS 19 sind Leistungen an Arbeitnehmer, gemeinschaftliche Pensionspläne mehrerer Arbeitgeber entweder als beitragsorientierte oder leistungsorientierte Pläne einzuordnen. Handelt es sich um einen leistungsorientierten Plan, muß das Unternehmen die aus diesem Plan resultierenden Verpflichtungen, sowie das Planvermögen entsprechend seinem Anteil am Plan bilanzieren. Für den Fall, dass keine ausreichenden Informationen zur Verfügung stehen um den Pensionsplan als leistungsorientierten Plan zu bilanzieren, kann das Unternehmen den Pensionsplan alternativ wie einen beitragsorientierten Plan bilanzieren.
Da die Bilanzierung eines beitragsorientierten Plans i.d.R. nicht zu einer Rückstellungspflicht führt, sind gegenüber dem IFRIC bedenken geäußert worden, daß gemeinschaftliche Pensionspläne mehrerer Arbeitgeber von vielen Unternehmen quasi automatisch als beitragsorientierte Pläne bilanziert werden.

Vor diesem Hintergrund unterbreitet der Interpretationsentwurf Hilfestellung zu der Frage wann es sich bei Pensionsplänen um Pläne mehrerer Arbeitgeber handelt und stellt klar, dass ein Unternehmen jede praktikable Anstrengung (every practicable effort) durchführen soll um solche Pläne auch dann als Leistungszusage zu bilanzieren sind, wenn nicht genügend Informationen vorliegen.

 

 
1.05.2004

Jan Engström, bisher Vorstandsmitglied der Volvo Group, wird ab dem 1. 5. 2004 neues IASB-Mitglied. Er tritt die Nachfolge von Harry Schmid an.

 

 
30.04.2004

 

Exposure Draft zu IAS 39 frei verfügbar 30. April 2004 Der Exposure Draft zu IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) - The Fair Value Option - steht ab heute frei auf der Website des IASB zur Verfügung. Die Kommentierungsfrist endet am 21. Juli 2004.

 

 
29.04.2005

Am 29. 4. 2004 veröffentlichte das IASB den Exposure Draft of Proposed Amendments to IFRS 3 „Business Combinations”: Combinations by Contract Alone or Involving Mutual Entities. Der vom IASB als Übergangslösung bezeichnete Entwurf hebt das bisherige Verbot der Anwendung von IFRS 3 auf Zusammenschlüsse von genossenschaftsähn-lichen Organisationen (Mutual Entities) und Unternehmenszusammenschlüsse per Vertrag auf. Derartige Zusammenschlüsse sollen demnach künftig nach der Erwerbsmethode zu bilanzieren sein.

Das IASB veröffentlichte am 29.04.04 einen Exposure Draft of Proposed Amendments to IAS 19 „Employee Benefits“. In Anlehnung an die Pensi-onsbilanzierung nach UK-GAAP schlägt der Exposu-re Draft ein weiteres Wahlrecht für die Behandlung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste vor. Diese dürfen künftig – ein Inkrafttreten des Ent-wurfs vorausgesetzt – en bloc ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst und in einem speziellen "State-ment of Recognised Income and Expen-se" ausgewiesen werden. Der bisher zulässige Kor-ridor-Ansatz sowie die direkte Erfassung versiche-rungsmathematischer Gewinne und Verluste in der GuV bleiben bestehen. Der Entwurf schlägt weiterhin vor, die Regeln zur Bilanzierung von gemeinschaftli-chen Pensionszusagen mehrerer Arbeitgeber auf Unternehmen, die in einen Konzernabschluss einbe-zogen werden, auszudehnen und die Anhanganga-ben zu erweitern.

 

 
28.04.2004

Das Bundeskabinett hat heute auf Vorschlag der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries den Entwurf eines Bilanzrechtsreformgesetzes (BilReG), sowie den Entwurf eines Bilanzkontrollgesetzes (BilKoG) beschlossen. „Mit dem Bilanzrechtsreformgesetz und dem Bilanzkontrollgesetz sind zwei weitere wesentliche Vorhaben zur Umsetzung des 10-Punkte-Programms zur Stärkung der Unternehmensintegrität und des Anlegeschutzes auf den parlamentarischen Weg gebracht worden“, sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. „Wir wollen nach der Vertrauenskrise an den Finanzmärkten die Rahmenbedingungen des Finanzplatzes Deutschland verbessern. Transparenz und Selbstkontrolle der Unternehmensberichterstattung sind unerlässlich, da mit die Anleger wieder Vertrauen in die Aktienmärkte fassen. Dazu dienen diese Gesetze.“

 

Artikel
     
17.04.2004

Übernahme vom IFRS 1 durch die EU Die Europäische Union hat im Amtsblatt vom 17. April 2004 die Verordnung (EG) Nr. 707/2004 der Kommission vom 06. April 2004 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1725/2003 betreffend die Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards in Übereinstimmung mit der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates veröffentlicht. Durch die Verordnung wird der IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards übernommen.

 

707/2004
4.2004

IFRS 5 „Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations“ IFRS 5 ist das erste Ergebnis des kurzfristigen Konvergenzprojektes von IASB und FASB. Er führt eine weitgehende Angleichung der Vorschriften für die Bilanzierung aufzugebender Geschäftsbereiche sowie zu veräußernden Anlagevermögens an SFAS 144 „Accounting for the Impairment or Disposal of Long-Lived Assets“ herbei. Bisher war dieser Themenbereich im Wesentlichen in IAS 35 geregelt. Die betroffenen Vermögenswerte sind einem Werthaltigkeitstest zu unterwerfen, in der Bilanz separat als „Held for Sale“ zu zeigen und bis zu ihrer Veräußerung nicht mehr planmäßig abzuschreiben. Der Ergebnisbeitrag stillzulegender Geschäftsbereiche (Discontinued Operations) ist in der Gewinn- und Verlustrechnung separat anzugeben.

 

 
31.03.2004

Am 31. März 2004 hat das International Accounting Standards Board (IASB) den lang diskutierten Versicherungsstandard IFRS 4 "Versicherungsverträge" veröffentlicht. Damit ist die Phase I des IASB-Projektes "Versicherungsverträge" abgeschlossen. Dieser für eine Übergangsphase geltende Standard IFRS 4 wird von den deutschen Versicherern begrüßt, insbesondere da er Klarheit schafft, wie Versicherungsverträge ab 2005 nach IAS zu bilanzieren sind.

Mit diesem Standard legt das IASB erstmals umfangreiche Angabepflichten über Versicherungsverträge für den Versicherer fest. Gemäß IFRS 4 sollen Versicherungsunternehmen u. a. über die beizulegenden Zeitwerte ihrer Versicherungsverträge informieren. Ansatz und Bewertung, die vorerst weiterhin gemäß nationalen Vorschriften erfolgen können, sind nur geringfügigen Einschränkungen unterworfen. IFRS 4 ist als Übergangslösung gedacht. Eine grundlegende Neuausrichtung der Bilanzierung von Versicherungsverträgen hin zu einem durchgehenden Fair Value-Konzept wird in Phase II des Insurance Project angestrebt. Auch hierzu hat das IASB eine Working Party ins Leben gerufen.

 

 
31.03.2004

IFRS 3, 4 und 5 veröffentlicht - IAS 36, 38 und 39 überarbeitet Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am  31. 3. 2004 sein Ergebnis des Überarbeitungsprozesses seiner Standards vorgestellt. Mit den neuen Standards IFRS 3 Business Combinations, IFRS 4 Insurance Contracts, IFRS 5 Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations, sowie den Überarbeitungen von IAS 36 Impairment of Assets, IAS 38 Intangible Assets und IAS 39 Financial Instruments: Recognition and Measurement (fair value hedge accounting for a portfolio hedge of interest rate risk) ist der erste große Abschnitt des Arbeitsprogramms des IASB (2001 - 2004) abgeschlossen. Damit ist die Plattform der Vorschriften für die Rechnungslegung kapitalmarktorientierter Konzerne in Europa ab Januar 2005 bereitgestellt. Das IASB löst sein Versprechen ein, bis zum Ende des ersten Quartals 2004 alle ab 2005 anzuwendenden Regelungen vorzulegen. Damit kann der Endspurt der Vorbereitungen für die Unternehmen beginnen, die ihre Rechnungslegung zum 1. 1. 2005 umstellen müssen oder wollen; selbst für die bereits jetzt zahlreichen IAS-Anwender in Deutschland ergeben sich zahlreiche Neuerungen. Die Europäische Kommission muß nun eine zügige Umsetzung der Standards in europäisches Recht vornehmen (Endorsement).

 

 
29.03.2004

Kanada erkennt IFRS an Die Aufsichtsbehörden der kanadischen Regionalbörsen erkennen IFRS-Abschlüsse ab dem 30. 3. 2004 ohne Überleitungsrechnung an.
 

 
16.03.2004

Prüfung von Unternehmensabschlüssen - Richtlinienvorschlag der Kommission zur Bekämpfung von Betrug und Missbrauch Die Europäische Kommission hat eine neue Richtlinie zur Abschlussprüfung in der EU vorgeschlagen. Sie soll gewährleisten, dass sich Investoren und andere interessierte Kreise voll und ganz auf die Korrektheit der geprüften Unternehmensabschlüsse verlassen können, und die EU gegen Unternehmensskandale wappnen.

 

Vorschlag
Pressemitteilung
FAQ
3.03.2004

Übernahme der vom IASB überarbeiteten Standards durch die ERFAG (Endorsement-Letter)

 

Mitteilung
3.2004

Mitteilung von Herrn Bolkestein an die Kommission über den Vorschlag für eine Richtlinie des europäischen Parlamentes und des Rates zu Abschlussprüfung in der EU.

 

Mitteilung
11.03.2004

Bundestagsanfrage zu Auswirkung der Einführung von IAS / IFRS Die FDP erkundigt sich nach Auswirkungen der internationalen Bilanzregeln auf die Stabilität des Finanzsystems und die Kreditversorgung der Wirtschaft. Die Fraktion hat dazu eine Kleine Anfrage (15/2628) vorgelegt. Sie führt aus, ab dem Jahr 2005 müssten kapitalmarktorientierte Unternehmen ihre Konzernabschlüsse auf der Grundlage der "International Accounting Standards" (IAS) erstellen. Die IAS gälten als das maßgebende internationale Regelwerk. Sie beruhten überwiegend auf der angloamerikanischen Bilanzierungstradition, die sich von kontinental-europäischen, insbesondere deutschen Bilanzierungsgrundsätzen, erheblich unterscheide. Das gelte vor allem für die Zeitwertbilanzierung in Abgrenzung zur Bilanzierung zum Anschaffungswert. Nach dem Willen des "International Accounting Standards Board" solle die Zeitwertbilanzierung erheblich ausgeweitet werden. Kritik hieran werde im Monatsbericht Februar 2004 der Europäischen Zentralbank (EZB) laut. Die Liberalen wollen deshalb unter anderem wissen, ob die Regierung die Ansicht der EZB teilt, dass eine breitere Anwendung der zeitwertorientierten Bilanzierung tief greifende Auswirkung auf den europäischen Bankensektor hat, und wenn ja, welche. Die Abgeordneten interessiert auch, worin die Regierung die Vorteile einer breiten Anwendung der zeitwertorientierten Bilanzierung sieht und wo die Gefahren liegen.

 

 
11.03.2004

IFRIC D5 Das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) hat heute den Interpretationsentwurf D5 zu Klarstellung der erstmaligen Anwendung von IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) veröffentlicht. Der Entwurf wird ab dem 12. März 2004 frei auf der Website des IASB zur Verfügung gestellt.

 

 
1.03.2004

Vorläufige Stellungnahme zu D-IFRIC 3 Das RIC hat am 19. 2. 2004 seine vorläufige Stellungnahme zum D-IFRIC 3 Determining whether an Arrangement contains a Lease. Veröffentlicht. Dieser Stellungnahmeentwurf ist Grundlage für den am 16. 3. 2004 stattfindenden Meinungsaustausch. Das RIC und das DRSC hoffen, dass dieser Entwurf und die Diskussion Anregungen für Stellungnahmen seitens der interessierten Öffentlichkeit zum Exposure Draft geben.

 

 
20.02.2004

Neue IASB-Internetpräsenz Das IASB hat im Februar seine Internetpräsenz neu organisiert. Diese ist nun unter http://www.iasb.org zu finden

 
18.02.2004

IASB veröffentlicht IFRS 2 zu Share-based Payments Der International Accounting Standards Board (IASB) hat am 19. 2. 2004 den International Financial Reporting Standard (IFRS) 2 veröffentlicht, mit dem die Bilanzierung von aktienbasierten Vergütungssystemen wie die Gewährung von Aktienoptionen an Mitarbeiter geregelt wird. Aktienoptionsprogramme für Mitarbeiter und Führungskräfte haben in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, ohne dass ihre bilanzielle Behandlung und Bewertung bisher in den IAS geregelt wurde. Dadurch wurden Aktienoptionspläne i. d. R. nicht als Aufwendungen erfasst, so dass sowohl die möglichen Kosten dieser Programme als auch die potenziellen Eigenkapital-Verschiebungen von Altaktionären zu den Mitarbeitern oder Führungskräften nicht transparent waren.

Mit IFRS 2 sind aktienbasierte Vergütungsregelungen grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der dafür erbrachten Gegenleistung zu bewerten. Dabei gelten alle Transaktionen mit Mitarbeitern als aktienbasierte Vergütungsregelung, bei denen für erhaltene Güter oder in Anspruch genommene Leistungen im Gegenzug Eigenkapitalinstrumente des Unternehmens gewährt werden. Da der Fair Value einer erbrachten Arbeitsleistung i. d. R. nicht zu bestimmen ist, wird der Fair Value des dafür gewährten Eigenkapitalinstruments herangezogen. Maßgeblich für die Bestimmung des Fair Values ist der Zeitpunkt der Gewährung des Eigenkapitalinstruments. Der Wert aktienbasierter Vergütungssysteme ist künftig als Aufwand im Geschäftsjahr der Zusage an den Mitarbeiter zu erfassen. Wie zurzeit nach den US-GAAP diskutiert, werden damit die potenziellen Kosten dieser Vergütungssysteme in jenem Geschäftsjahr erfolgswirksam und damit für die Abschlussadressaten sichtbar erfasst, in denen die Mitarbeiter die damit verbundenen Arbeits-, Dienst- oder ähnliche Leistungen erbracht haben.

 

 
17.02.2004

EU: Parlament lehnt Quartalsberichtspflicht ab.  Der Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlamentes hat mit großer Mehrheit den Vorschlag der EU-Kommission abgelehnt, Aktiengesellschaften zur Erstellung von Quartalsberichten zu verpflichten. (www.europarl. eu.int/press/index_de.htm). Die Ablehnung begründet der Ausschuss damit, dass dies zu unnötigen Belastungen insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen führe und die Unternehmensleitung zu kurzfristiger Gewinnorientierung verleite. In einem anderen Punkt hat der Ausschuss dagegen gegenüber dem Kommissionsvorschlag weitergehende Forderungen geltend gemacht: Der jährliche "Financial Report" soll danach nicht nur aus dem testierten Jahresabschluss, einem Management Report und einem Statement "by persons responsible for such information" bestehen, sondern noch um Informationen über Vergütungen und Gratifikationen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder ergänzt werden. Auf freiwilliger Basis sollen darüber hinaus die Unternehmen über Zahlungen an Regierungen innerhalb und außerhalb der EU berichten.

 

 
13.02.2004

EU-Parlament für stärkere Kontrolle der Wirtschaftsprüfer. Das EU-Parlament hat in Reaktion auf die jüngsten Bilanzskandale eine Verschärfung der Vorschriften für Wirtschaftsprüfer gefordert, so eine Meldung der Börsen-Zeitung vom 13. 2. 2004. In einem Initiativbericht heißt es u.a. müsse die Unabhängigkeit der Abschlussprüfer vom Management gestärkt und die öffentliche Aufsicht verbessert werden. Langfristig müsse es das Ziel sein, eine einheitliche EU-Finanzaufsicht einzurichten. Die Abgeordneten stellten sich zudem hinter die Haltung der Kommission, ein Rotationssystem für die Prüfer einzuführen. Danach soll die Auditgesellschaft entweder alle sieben Jahre gewechselt oder der leitende Prüfer in der Gesellschaft alle fünf Jahre ausgetauscht werden. Die Parlamentarier forderten die Kommission auch auf, über ein Verbot der Auditfirmen für weitere Beratungsdienste an Kunden nachzudenken.
 

 
11.02.2004

Keine EU-Aufsicht für Rating-Agenturen. Das Europäische Parlament hat sich gegen die Einrichtung einer EU-Aufsichtsbehörde für Rating-Agenturen ausgesprochen, so eine Meldung der Börsen-Zeitung vom 11. 2. 2004. Allerdings forderte das Plenum die Europäische Kommission in Brüssel auf, in enger Zusammenarbeit mit dem EU-Regulierungsausschuss für Wertpapierdienstleistungen (CESR) in Europa Vorschläge für einheitliche Regeln für die Rating-Agenturen vorzulegen. Diese Regeln sollen auch mit einer Registrierungspflicht für die Rating-Agenturen verbunden sein.

Mit der Ablehnung der EU-Aufsicht haben sich die Abgeordneten für den moderateren Ansatz entschieden, zusammen mit der US-Börsenaufsicht SEC und der Internationalen Organisation der Wertpapierbehörden (IOSCO) auch internationale Regeln aufzustellen. Die Agenturen sollen zudem zu mehr Offenlegung angehalten werden und sich verpflichten, über ihre Aktivitäten regelmäßig zu berichten.

 

 
10.02.2004

IASCF-Trustees schaffen europäisches Beratungsgremium. Die Trustees der IASC Foundation schufen am 10. 2. 2004 ein europäisches Beratungsgremium für Fragen der Rechnungslegung durch Finanzinstitutionen. Angesichts der anhaltenden Kontroverse um IAS 32 und 39 sei es ratsam, Vertreter der Banken- und Versicherungsindustrie und der Finanz- und Wertpapieraufsicht frühzeitig an den Standardisierungsvorhaben des IASB zu beteiligen. Ein Vertreter der EU-Kommission soll den Beratungen des neu geschaffenen Gremiums als Beobachter beiwohnen.

 

 
27.01.2004

Basel II: Privatbanken halten am Zeitplan fest. Nach einer Meldung der Börsen-Zeitung vom 27. 1. 2004 hält der Bundesverband deutscher Banken (BdB) an dem Zeitplan fest, nach dem die neuen Eigenkapitalregeln für Banken (Basel II) bis zur Jahresmitte verabschiedet werden sollen. Noch eine Woche zuvor waren aufgrund von Aussagen des BdB-Geschäftsführers Ulrich von Kenne Vermutungen aufgekommen, dass der Verband eine Verschiebung von Basel II um ein Jahr fordere. Von Kenne hatte eine Auswirkungsstudie zur Prozyklität gefordert, deren Ergebnisse noch in das Regelwerk hätten eingearbeitet werden sollen.

 

 
20.01.2004

Die Januar-Sitzung des IASB fand vom 20. bis 23. 1. 2004 in London statt. Für Einzelheiten der Beratungsergebnisse wird auf das unter http://www.iasb.org verfügbare offizielle Protokoll verwiesen. Business Combinations - Phase I: Im Rahmen seiner abschließenden Beratungen vor Herausgabe der neuen Standards hat das IASB letzte Einzelfragen zum künftigen IFRS 3 sowie zu den überarbeiteten IAS 36 und IAS 38 diskutiert. Dabei wurden unter anderem abschließende Entscheidungen zur erfolgsneutralen Korrektur vorläufiger Erstkonsolidierungsbuchungen, zur Berücksichtigung erfolgsneutral verrechneter Goodwills bei Endkonsolidierung und Wertminderung, zur Organisationsebene, auf der eine Goodwill-Werthaltigkeitsprüfung stattfinden soll, und zur Restwertvermutung bei immateriellen Werten mit endlicher Nutzungsdauer getroffen. Das IASB plant unverändert, die neuen bzw. überarbeiteten Standards im März 2004 mit Anwendbarkeit ab 2005 zu veröffentlichen.
Insurance Contracts - Phase I: Hier beendete das Board seine Diskussion der Stellungnahmen zu ED 5. Der für März 2004 geplante Standard soll für Geschäftsjahre, die nach dem 31. 12. 2004 beginnen, zwingend anwendbar sein, wobei eine frühere Anwendung empfohlen wird.
Post-Employment Benefits: Das Board erörterte die vom FASB in Form des überarbeiteten SFAS 132 erlassenen Angabepflichten hinsichtlich der von Pensionsfonds gehaltenen Vermögenswerte. Derzeit ist eine vergleichbare Verschärfung der Offenlegungspflichten in IAS 19 geplant. Sonstiges: Grundsätzliche Erörterungen konzeptioneller Art, bei denen es nicht zu abschließenden Entscheidungen kam, fanden im Rahmen der Projekte "Leases" (Leasingverhältnisse) und "Revenue Recognition" (Ertragsrealisierung) statt. Ferner setzte das IASB seine Diskussion der Stellungnahmen zu ED 4 "Disposal of Non-current Assets and Presentation of Discontinued Operations" (Zum Verkauf stehende Anlagevermögenswerte und aufzugebende Geschäftsbereiche) fort und erörterte Einzelfragen zum IAS 39-Änderungsentwurf "Fair Value Hedge Accounting for a Portfolio Hedge of Interest Rate Risk".

 

 
20.01.2004

IFRIC Interpretationsentwürfe zur Anwendung von IAS 17 auf bestimmte Vertragsvereinbarungen (D3) und der Bilanzierung von Rekultivierungs-Fonds (D4) Das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) hat zwei Interpretationsentwürfe - D3 Determining whether an Arrangement contains a Lease und D4 Decommissioning, Restoration and Environmental Rehabilitation Funds - veröffentlicht. Es gibt vertragliche Vereinbarungen, die rechtlich betrachtet kein Leasing beinhalten, obwohl der Vertrag das Nutzungsrecht von Vermögenswerten für eine bestimmte Zeit exklusiv auf einen Vertragspartner überträgt. Zu solchen Vertragsgestaltungen können z. B. Outsourcing-Verträge gehören. D3 schlägt Regelungen vor, dass solche Vertragsvereinbarungen bei Erfüllung bestimmter Kriterien gemäß IAS 17 Leasing bilanziert werden sollen. Rekultivierungs-Fonds dienen der Ansammlung von Vermögenswerten, um beispielsweise Rückbauverpflichtungen oder die Entsorgung von Altfahrzeugen aus diesem Fondsvermögen zu bedienen. Der Interpretationsentwurf D4 unterbreitet Anwendungshilfen zur Bilanzierung solcher Fonds. Die Regelungen des D4 werden in Europa zunehmend bedeutsam, da beispielsweise aufgrund der Elektroschrott-Verordnung der EU, die Anzahl solcher Fonds zunehmen kann.
 

 
8.01.2004

Das Committee of European Securities Regulators (CESR) hat gegenüber der EU-Kommission am 8. 1. 2004 Empfehlungen zur Anwendung der IFRS in Emissionsprospekten ausgesprochen. Bezüglich der Angabe historischer Finanzinformationen wird vorgeschlagen, IFRS-Erstanwendern im Zusammenhang mit der EU-Prospektrichtlinie wesentliche Erleichterungen einzuräumen.

 

 
7.01.2004

Die European Federation of Accountants (FEE) hat sich am 7. 1. 2004 für eine EU-weite Koordination von IFRS-Enforcement-Anstrengungen mit einer federführenden Rolle des CESR ausgesprochen.

   
   
   


www.iasifrs.de
www.ias-rechnungslegung.com
www.ifrs-rechnungslegung.com

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