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Hedge-Fonds |
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Der Micro-Hedge ist ein Sicherungsgeschäft auf niedrigster Aggregationsstufe, bei dem lediglich eine paarweise Verknüpfung von Grund- und Sicherungsgeschäft erfolgt. Dabei dient die konkrete Verknüpfung des Grund- und Sicherungsgeschäftes der Absicherung von Marktpreisrisiken, d.h. Zins-, Währungs- und sonstigen Preisrisiken. Durch die Sicherung wird somit der Einfluß eines Parameters, der den Marktwert bestimmt, eliminiert. Dabei ist bei Kongruenz zwischen Basiswert, Betrag und Fälligkeit (gleichzeitiger Realisation der Erfolgsbeiträge von Grund- und Sicherungsgeschäft) von vollständiger risikokompensierender Wirkung des Hedges auszugehen. Daher spricht man von einem perfekten Micro-Hedge. Wird dieser vollkommene Marktwertausgleich nicht erzielt, spricht man von einem imperfekten Micro-Hedge. Die über- bzw. unterkompensierende Wirkung des Hedges resultiert im wesentlichen aus ungleichmäßig wirkenden Parametern auf Grund- und Sicherungsgeschäft. So wirkt sich bei Währungstermingeschäften eine Änderung der Zinsdifferenz beider Länder auf den Marktwert des Sicherungsgeschäftes aus, während das Grundgeschäft von dieser Paramaterveränderung nicht tangiert wird. Eine ähnlich unvollständige Wertentwicklung ist bei der Sicherung eines festverzinslichen Wertpapiers durch einen Swap zu beobachten: Während die Wertentwicklung des Wertpapiers der Renditeentwicklung des jeweiligen Emittenten folgt, richtet sich der Swappreis nach der Renditeentwicklung am Swapmarkt. Folglich wird trotz gegenläufiger Marktentwicklung keine vollständige Risikokompensation erzielt. Man kann daher subsumieren, daß die Eliminierung des Marktwertänderungsrisikos nicht frei von dem Risiko der Änderung der Marktwertentwicklungen der einzelnen Instrumente ist. Die unterschiedliche Wertentwicklung von Grund- und Sicherungsgeschäft bezeichnet man auch als „Spread-Risiko“. Dabei bleibt offen, bis zu welchem Grad eine Abweichung durch das Spread-Risiko tolerierbar ist. Generell werden Korrelationskoeffizienten zwischen –1 und –0,65 als akzeptabel bezeichnet. Dabei wird deutlich, daß bei imperfekten Hedges eine kontinuierliche Überprüfung der Effektivität vorzunehmen ist. |
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© 2001 Matthias Ax |
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